
Haben die Deutschen also endlich gemerkt, dass dieses Blatt nicht als "Volkszeitung" taugt, sondern vielmehr die Quelle weitgehender Volksverblödung ist? Wohl leider nicht ganz. Der Rückgang ist auch auf die Digitalisierung der Medienwelt zurückzuführen. Viele, vor allem junge Menschen lesen die Zeitung jetzt im Internet. Auch die Bild-Zeitung ist seit Jahren in der großen weiten Welt des WWW präsent. Der Web-Auftritt lockt ähnlich wie seine Print-Schwester mit skandalösen Titeln und viel nackter Haut. Wie viele Leser wirklich von realer Zeitung auf die digitale Variante umgestiegen sind, ist schwer zu ermitteln.
Doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Vielleicht sind die Deutschen der Bild auch überdrüssig geworden und haben erkannt, dass diese nicht als Tageszeitung taugt. Mehr Bild als Text, mehr nackte Haut als wahre Tatsachen, oft populistisches Gedröhne. Dafür steht in meinen Augen die Bildzeitung. Seit vielen Jahren sorgt der Bildblog dafür, dass die Fauxpas der Zeitung ans Licht der Öffentlichkeit geraten. Ungeheuerliches wurde zu Tage getragen: Dilettantischer Journalismus, Verdrehung von Tatsachen, Missachtung der Privatsphäre und alles nur für eine Story, die sich gut verkauft.
Wirkliche Bildung vermittelt das Blatt nicht wie der Hoffnarr findet. Dabei ist dies doch das größte Gut des aufgeklärten Menschen. Ohne das nötige Wissen nützt all unsere Demokratie wenig. Der Slogan „Bild-Leser wissen mehr“ entspricht beileibe nicht der Realität.
Die Bild-Zeitung „bildet“ keinesfalls, vielmehr sorgt sie dafür, dass Bildung und Informationen in Deutschland durch den Reißwolf des Boulevards und der Sensationslust gedreht werden.
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