Mittwoch, 22. Oktober 2008

Uni-Leben: Hustkonzert und Fremdwörter-Kauderwelsch

Da sowohl "Hofnarr 1" wie auch ich mittlerweile studieren (in Paderborn und Münster), werden wir in Zukunft an dieser Stelle auch über Anekdoten und Eigenheiten aus dem Uni-Leben berichten. Eben genau da, wo es sich lohnt genauer hinzusehen.

Erste Eindrücke aus Münster:
Besonders aufgefallen ist mir in meinen ersten Vorlesungen die schier ansteckende Wirkung von Husten. In einem Vorlesungssaal mit ca. 800 Studenten löst das Husten eines einzigen Studenten den gleichen Reiz bei vielen seiner Kommilitonen aus. Dieses Geräusch springt dann von seiner Ausgangsquelle munter quer durch die Reihen der Studenten und sorgt für ein wahres „Hustkonzert“. Dabei kann man selbst ein Röcheln kaum unterdrücken. Vernimmt man das „Prusten“ eines anderen beginnt es auch bei einem selbst zu kratzen und es bedarf einiger Konzentration und Anstrengung den Hustenreiz zu unterdrücken.

Warum das so ist, weiß ich leider nicht. Auf jeden Fall ist es äußerst faszinierend zu verfolgen, wie ein Husten wie eine Welle durch den großen Saal „rollt“.


Erste Eindrücke aus Paderborn:
Ebenfalls typisch an Universitäten scheint es zu sein, einfache Sachverhalte möglichst schwierig (die Betroffenen würden wohl sagen: "eloquent") ausdrücken zu wollen. Das beginnt bereits mit den Seminar-Titeln im Vorlesungsverzeichnis: "Eine Einführung in die kognitions-psychologische Forschung - am Beispiel des Flash-Lag-Effekts" klingt zwar ungemein gebildet; was in dem Kurs behandelt wird, erschließt sich für die meisten dann aber frühestens im Begleittext.

Auch während der Sitzungen setzt sich das verbale Wettrüsten zum Teil fort. In einem Kurs mit dem schönen Namen "Zukunft des Fernsehens - Fernsehen der Zukunft" hörte ich etwa folgendes: "Das Dispositiv des Fernsehen ist eine Trias aus Gesellschaft, Technik und Subjekten, die interdependenziell verknüpft sind". Alles klar?

Auf einen anderen, nun ja: reizvollen, Kurs stieß ich zufällig im KVV. Beim Eintrag "Glanz und Elend des pornografischen Kinos - Erkundungen eines Genres" heißt es doch tatsächlich im Punkt Voraussetzungen: "Lust auf Recherche bzw. 'Feldforschung' "...

1 Kommentar:

Nils hat gesagt…

Und mich nervt es schon, wenn sich in unserem 25er Kurs Leute leise unterhalten... ^^